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Aufmaß

Spiegel nach Maß richtig ausmessen: Nischen, Rundspiegel und Dachschrägen

Ein Spiegel nach Maß beginnt mit einer genauen Skizze. Entscheidend sind drei unterschiedliche Angaben: die freie Wandfläche, das gewünschte Außenmaß des Spiegels und der Platz, den Aufhängung oder Beleuchtung bei der Montage benötigen. Wenn Sie diese Maße getrennt festhalten, lassen sich Rückfragen und Missverständnisse bei der Bestellung vermeiden.

1. Die Einbausituation aufnehmen

Messen Sie an der fertigen Wandoberfläche. Fehlen noch Fliesen, Putz oder andere Verkleidungen, verändert sich die verfügbare Fläche. Notieren Sie außerdem, ob der Spiegel frei an der Wand hängt, zwischen zwei Wänden sitzt oder unter einer Schräge enden soll. Ein Foto der gesamten Wand hilft, die Skizze später richtig einzuordnen.

  • Maßband oder Zollstock, Wasserwaage und Papier bereitlegen.
  • Alle Angaben in Millimetern notieren: 100 cm entsprechen 1.000 mm.
  • Ansicht festlegen: Die Skizze zeigt den Spiegel von vorne, so wie Sie später davorstehen.
  • Waschtisch, Armatur, Steckdosen, Schalter und vorhandenen Stromauslass einzeichnen.

2. Breite und Höhe an mehreren Stellen messen

Bei einer Nische messen Sie die lichte Breite oben, mittig und unten. Nehmen Sie die Höhe links, in der Mitte und rechts auf. Unterschiedliche Werte können auf schiefe Begrenzungen hinweisen. Bewahren Sie alle Messwerte auf, statt daraus einen Durchschnitt zu bilden.

Fiktives Messbeispiel für eine Nische – keine Bestellmaße
Messrichtung Position Messwert
Breite Oben 1.004 mm
Breite Mitte 1.002 mm
Breite Unten 1.000 mm

Im Beispiel ist die Nische unten am schmalsten. Daraus folgt noch kein fertiges Bestellmaß: Einbauspiel, Aufhängung und Montagerichtung müssen zusätzlich berücksichtigt werden. Ziehen Sie nicht pauschal einen beliebigen Wert ab. Stimmen Sie das endgültige Außenmaß bei einem engen Einbau vor der Bestellung mit uns ab.

3. Die gewünschte Spiegelfläche markieren

Bei frei hängenden Spiegeln können Sie die geplante Kontur mit einer Papierschablone oder einem für die Oberfläche geeigneten, rückstandsfrei entfernbaren Klebeband ausprobieren. Prüfen Sie die Ansicht aus der üblichen Nutzungsposition und mit allen Personen, die den Spiegel regelmäßig verwenden.

Für einen runden Spiegel halten Sie den Durchmesser und die Position des Mittelpunkts fest. Ein Durchmesser von 1.000 mm beansprucht sowohl in der Breite als auch in der Höhe 1.000 mm. Prüfen Sie deshalb auch den Abstand zur Armatur und zu seitlichen Schränken. Passende Formen finden Sie bei unseren runden Spiegeln.

Spiegel mit schräger Oberkante über einem Holzwaschtisch im Badezimmer unter einer Dachschräge.

4. Dachschrägen eindeutig darstellen

Bei einem Spiegel für Dachschrägen reichen die größte Breite und Höhe allein nicht aus. Zeichnen Sie die vollständige Kontur in Frontansicht. Benennen Sie die Eckpunkte und notieren Sie jede Außenkante sowie den Punkt, an dem die Schräge beginnt. Links und rechts müssen eindeutig erkennbar sein.

Eine perspektivische Handyaufnahme ersetzt keine bemaßte Zeichnung. Wenn die Form unklar ist oder die gemessenen Seiten nicht zusammenpassen, senden Sie uns die Skizze zur Prüfung. Übernehmen Sie die Bezeichnungen der Maßfelder erst dann in den Konfigurator, wenn klar ist, welche Kante jeweils gemeint ist.

5. Platz für Ausstattung und Montage einplanen

Das Außenmaß beschreibt die Front des Spiegels. Rückseitige Bauteile, ein Rahmen, eine Ablage oder die Aufhängung können zusätzlichen Platz beanspruchen. Prüfen Sie auch, ob sich Türen vollständig öffnen lassen und ob Bedienelemente später erreichbar sind. Die konkrete Montage richtet sich nach dem gewählten Modell und seiner Montageanleitung.

Notieren Sie bei beleuchteten Spiegeln die Position des vorhandenen Anschlusses in der Skizze. Die Eignung und Ausführung des elektrischen Anschlusses klären Sie mit einer Elektrofachkraft. Dieser Messleitfaden ersetzt keine Montage- oder Anschlussanleitung.

Typische Messfehler vermeiden

Ein Zahlendreher zwischen Breite und Höhe kann auch bei sorgfältigem Ausmessen passieren. Schreiben Sie deshalb die Bezeichnung direkt neben jeden Wert und übertragen Sie die Angaben nicht aus dem Gedächtnis. Kontrollieren Sie die Eingaben abschließend mit der Skizze.

Bei Nischen ist außerdem der kleinste Abstand nicht automatisch das richtige Spiegelmaß. Die verfügbare Fläche und das endgültige Bestellmaß bleiben getrennte Angaben, bis Montage und Einbauspiel geklärt sind. Maßtoleranzen des Produkts sind ebenfalls kein Ersatz für den benötigten Einbauraum.

Checkliste vor der Bestellung

  • Fertige Wandoberfläche gemessen und alle Werte in Millimetern notiert?
  • Freie Wandfläche und gewünschtes Spiegelaußenmaß getrennt angegeben?
  • Frontansicht, linke und rechte Seite eindeutig beschriftet?
  • Armatur, Steckdosen, Schranktüren und Anschlussposition berücksichtigt?
  • Aufhängung, Einbauspiel und Montagezugang geprüft?
  • Bei Sonderformen die Skizze vor der Bestellung abgestimmt?

Wenn Ihre Maße feststehen, wählen Sie unter Spiegel nach Maß das passende Modell. Bei Nischen oder Sonderformen können Sie uns über die Kontaktseite Ihre Skizze und Fotos zur Abstimmung senden.

Häufige Fragen zum Ausmessen

Soll ich Zentimeter oder Millimeter angeben?

Notieren Sie die Planung einheitlich in Millimetern und prüfen Sie vor jeder Eingabe die Einheit des jeweiligen Konfiguratorfelds.

Kann ich das Nischenmaß direkt als Spiegelmaß bestellen?

Nicht ungeprüft. Wandabweichungen und der Platzbedarf für Einbau und Aufhängung müssen zum konkreten Modell passen.

Welche Montagehöhe ist richtig?

Testen Sie die Höhe aus Ihrer normalen Nutzungsposition. Körpergröße, Waschtisch und gewünschter Bildausschnitt sind aussagekräftiger als eine pauschale Standardhöhe.